Cash me if you can

Die Deutschen lieben Bargeld. So hat sich seit der Euro-Einführung 2002 die Menge der im Umlauf befindlichen Banknoten fast verdreifacht. Dennoch gerät das Bargeld immer stärker in die Defensive: Immer mehr europäische Länder verzichten auf Ein- und Zwei-Cent-Münzen, führen Obergrenzen für Barzahlungen ein oder diskutieren die Abschaffung von Geldscheinen mit hohem Nennwert — angeblich, um Geldwäsche und Schwarzgeld effektiver bekämpfen zu können. Zudem sind weltweit viele Varianten des elektronischen Zahlungsverkehrs auf dem Vormarsch: Kreditkarten, Bezahlen per Smartphone oder Fingerabdruck.

Dies hat dazu geführt, dass in Schweden inzwischen vier von fünf Bürgern fast alles per Karte bezahlen. Auch Großbritannien scheint sich auf dem Weg in eine bargeldlose Gesellschaft zu befinden. Hat das Bargeld überhaupt eine Zukunft? Darüber bereite ich für Deutschlandradio Kultur eine Sendung vor. Sendetermin wird voraussichtlich im November 2019 sein.

Die mit den Pfunden wuchern

Dicke Menschen werden häufig mit Ausgrenzung oder sogar Ablehnung konfrontiert. Auf dem Arbeitsmarkt haben sie schlechtere Karten und manchmal geht die Diskriminierung sogar über den Tod hinaus: Einzelne Kommunen erheben bei Beerdigungen Zusatzgebühren. Doch dicke Menschen nehmen die Zurückweisungen nicht länger hin.

 

„Body-Positivity“ bedeutet, seinen Körper so zu lieben wie er ist. Immer mehr Menschen setzen sich dafür ein. Die ursprünglich aus den USA stammende Size-Acceptance-Bewegung ermuntert dicke Menschen, das eigene Körpergewicht zu akzeptieren, ohne sich schuldig zu fühlen – und diese Haltung auch im Alltag selbstbewusst zu vertreten. Hierzulande macht sich seit einigen Jahren die „Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung“ für Dicke stark. Sie fordert unter anderem, dass das Antidiskriminierungsgesetz um einen Schutz für das Merkmal Gewicht erweitert wird.

 

Im März 2020 wird im Deutschlandfunk eine fünfteilige Reihe mit dem Arbeitstitel „Körperlichkeiten“ ausgestrahlt werden. Dafür werde ich ein 54-minütiges Feature beitragen, das sich  mit dem neuen Selbstbewusstsein dicker Menschen beschäftigt.