Das Müllionengeschäft

Seit 2005 werden Wertstoffe wie Altpapier, Altglas, Verpackungen und Bioabfall in Deutschland verstärkt getrennt erfasst und überwiegend stofflich verwertet, also recycelt. Das schont Rohstoffe, vermindert den Einsatz von Primärenergie und trägt durch die reduzierten Kohlendioxid-Emissionen zum Klimaschutz bei. Von den im Bundesdurchschnitt 455 Kilogramm Hausmüll pro Kopf wurden zuletzt rund 95 Prozent recycelt. Dass es sich insgesamt um einen lukrativen Markt handeln muss, belegt unter anderem die Tatsache, dass der „Grüne Punkt“ seine zuvor 30 Jahre lang gehaltene Position als größtes duales System in Deutschland vor kurzem an einen französischen Mitbewerber abgeben musste. Was aber passiert eigentlich genau mit all den eingesammelten Wertstoffen — und wer verdient auf welche Weise an diesem offensichtlichen „Müllionengeschäft“? Mein Wirtschaftsfeature blickt hinter die Kulissen des Wertstoff-Recyclings und zeigt auch, dass manche Unternehmen auf diesem Sektor vor kriminellen Machenschaften offenbar nicht zurückschrecken.

 

Sendetermin wird Ende Juni 2020 sein.