Wie macht man Geld?

Geld regiert die Welt, heißt es. Dabei erfüllt das Geld in einer Volkswirtschaft gleich drei Funktionen: Es ist Tauschmittel, Recheneinheit und Wertaufbewahrungsmittel. Und obwohl jeder von uns tagtäglich damit umgeht, bleibt Geld den meisten Menschen doch ein Rätsel. Dies gilt sogar für selbst ernannte Experten, von denen viele die letzte Finanzkrise nicht rechtzeitig haben kommen sehen. Anlässlich eines Besuchs am Finanzplatz Frankfurt/Main hinterfragt die Sendung im Gespräch mit Ökonomen, Bankern und Blockchain-Experten unter unter anderem, wie Geld überhaupt in Umlauf gebracht wird, ob dieses in absehbarer Zukunft eventuell durch so genannte Kryptowährungen ersetzt werden könnte — und ob angesichts der immer größer werden Kluft zwischen Arm und Reich vielleicht sogar eine völlig neue Geldordnung vonnöten ist.

 

Für eine vierteilige Wirtschaftsreihe, die sich mit Grundbegriffen der Volkswirtschaftslehre beschäftigt, habe ich eine 30-minütige Folge zum Thema GELD recherchiert und geschrieben. Sendetermin war Montag, der 23. April 2018, auf Deutschlandfunk Kultur. Die Sendung ist hier noch per Audiostream zu hören.

 

"Ich sage, was zu sagen ist"

Alfred Kerr war der berühmteste und auch berüchtigtste Theaterrezensent und Feuilletonist der Weimarer Republik. Seine Texte waren stets unverwechselbar: Kurz und prägnant, voll treffendem Witz und überschäumender Leidenschaft standen sie wie journalistische Markenartikel in der Zeitung. Kerr polarisierte. Auch politisch nahm er nie ein Blatt vor den Mund. Seinen langjährigen Schützling Gerhart Hauptmann verfluchte er, nachdem dieser sich eilig mit den Nationalsozialisten arrangiert hatte, aus dem Exil: „Ich kenne diesen Feigling nicht. Dornen sollen wachsen, wo er noch hinwankt.“ In krassem Gegensatz zu den oft egozentrischen, provozierenden und bisweilen auch persönlich verletzenden Artikeln des Kritikers stand sein Verhalten im Privaten. Hier gab er sich stets als treusorgender und zärtlicher Familienmensch. Eine Sendung zu Alfred Kerrs 150. Geburtstag.

 

Sendetermin war Freitag, der 29.12.2017. Das Feature ist nach wie vor per Stream hier abrufbar.

Hörbuch: Die Strafdivision 999

Im Kriegswinter 1941/42 hatte die deutsche Wehrmacht hohe Verluste erlitten. So stellte das Oberkommando eine spezielle Kampfeinheit aus Männern zusammen, die zuvor als »Wehrunwürdige« gegolten hatten: politisch Vorbestrafte, Kriminelle, religiös Verfolgte. Sie bildeten die Strafdivision 999. In einer Truppenstärke von 16 000 wurden sie im Frühjahr 1943 nach Tunesien geschickt. Die Folgen für die Wehrmacht waren desaströs: Wo immer Soldaten der Strafdivision kämpften, ob in Afrika, später in Griechenland oder an der Ostfront, unterwanderten viele von ihnen die Verbände, liefen zu den »Feinden« über, unterstützten Widerstandskämpfer. Die Geschichte dieser zu Unrecht vergessenen Strafdivision habe ich in diesem Feature rekonstruiert.

 

Die Strafdivision 999 im Zweiten Weltkrieg
Das Schicksal der »Wehrunwürdigen« in der Wehrmacht

Erschienen im September 2017 im Ch. Links Verlag
Audio-CD, Laufzeit: 44 Minuten
ISBN: 978-3-86153-970-4